Wartungsprodukte

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Korrosionsschutz

Korrosion ist der Angriff oder die Zerstörung von Metallen durch ungewollte chemische oder elektrochemische Reaktion mit korrosiven Mitteln (Wirkstoffen) der Umgebung. Dabei werden Teile der Metall-Oberfläche abgetragen, erkennbar an den bekannten Korrosionsfolgen, wie Passungsrost oder Lochfraß. Wirkstoffe der Umgebung sind z.B. Erdboden, salzhaltige Luft (Meeres-Atmosphäre), Wasser oder Chemikalien.

Elektrochemische Korrosion ist immer an die Anwesenheit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit - eines Elektrolyten - gebunden. Die Korrosionsvorgänge laufen auf der Metalloberfläche ab, als Elektrolyt reicht ein hauchdünner Feuchtigkeitsfilm z.B. auch Handschweiß.

Ein chemischer Korrosionsvorgang benötigt kein Elektrolyt, der Werkstoff reagiert direkt mit dem angreifenden Wirkstoff, z.B. beim Verzundern, Härten oder Schmieden von Werkstücken. Korrosion tritt in vielen verschiedenen Formen auf, einige der bekanntesten sind: Lochfraß, interkristalline Korrosion, Kontaktkorrosion, Spaltkorrosion, Schwingungsriss-Korrosion und Spannungskorrosion.

Welche Möglichkeiten gibt es Metalle vor Korrosion zu schützen?

Es herrscht weitgehend Unkenntnis darüber, wie sorgfältig die Metalle vor Anwendung der Korrosionsschutzmethoden gereinigt werden müssen. Eine sorgfältige Vorbehandlung und Reinigung ist die Voraussetzung, damit die angewandten Korrosionsschutzmethoden überhaupt erfolgreich sein können.  Werden nicht alle Schmutz- und Staubpartikel sowie Säure- und Salzreste vollständig entfernt und das Teil vollkommen getrocknet, kann z.B. bei der Schutzschichtmethode die Korrosion unter der Schutzschicht einsetzen.

Die Reinigung der Teile erfolgt entweder mit Wasser oder mit Lösungsmitteln, deren Einsatzgebiet größer ist, da es sich hierbei um Universalreiniger handelt. Sowohl bei der Wasserreinigung als auch bei der Reinigung mit Lösemitteln werden die Teile im Anschluss getrocknet und der nächsten Verarbeitungsstufe zugeführt. Hierbei ist darauf zu achten, dass eine erneute Verunreinigung, z.B. mit Fingerschweiß unbedingt vermieden wird.

Welche Produkte helfen bei Korrosion?

  • Kriechöl: Als Kriechöl wird ein dünnflüssiges Öl mit geringer Oberflächenspannung und wasserverdrängenden Eigenschaften bezeichnet. Diese ermöglicht es, in feinste Ritzen einzudringen, durch die Kapillarwirkung auch entgegen der Schwerkraft, und dabei Verschmutzungen, Oxide und Feuchtigkeit zu unterwandern.
  • Rostlöser: Rostlöser sind Kriechöle, welche vorwiegend bei Reparaturen als Hilfsstoff verwendet werden, um festsitzende Schrauben und korrodierte Metallverbindungen zu lösen. Dabei kann in minder schweren Fällen Petroleum die gleiche Wirkung zeigen. Außerdem kann davon ausgegangen werden, dass jedes sog. Kontaktspray auch als Rostlöser einsetzbar ist, jedoch nicht umgekehrt.
  • Kontaktspray: Als Kontaktspray werden fälschlicherweise auch Kriechöle bezeichnet. Es handelt sich hierbei vielmehr um Lösungsmittelreiniger mit speziellen Additiven zum Lösen von Korrosionen. Da Kontaktspray Schmutz prinzipbedingt lediglich löst, kann dessen Einsatz auch zur Verteilung des Schmutzes führen und Kontaktprobleme nur verlagern statt lösen. Für Servicearbeiten an empfindlichen elektronischen Geräten werden spezielle Kontaktreinigungsmittel verwendet, welche restlos verdunsten.